Packliste Namibia – was braucht man wirklich im Freiwilligendienst?

So langsam rückt meine Heimkehr näher und damit auch die Abreise der nächsten „Freiwilligengeneration“. Daher dachte ich, teile ich mal mit allen, die es interessiert, eine Liste der Dinge, die man in seinen Freiwilligendienst mitnehmen sollte. Die ist natürlich nicht vollständig. Falls ich was vergessen habe, dürft ihr gerne in den Kommentaren ergänzen. Und selbstverständlich ist es möglich, dass andere Menschen nicht alles von dem brauchen, was ich mitgenommen habe und für wichtig halte. Also verlasst euch beim Packen nicht nur auf meine Liste.

Kleidung

Grundsätzlich gilt: in Namibia (und den meisten anderen Ländern dieser Welt) könnt ihr dieselben Dinge tragen, die ihr auch in Deutschland tragt. Aber es lohnt sich darüber nachzudenken, was ihr in eurer Einsatzstelle speziell brauchen könntet. Werdet ihr zum Beispiel viel im Freien arbeiten? Dann nehmt lange, dünne Kleidung mit, die euch vor der Sonne schützt. Oder werdet ihr mit Kindern arbeiten? Dann solltet ihr ausreichend „anständige“ Kleidung dabei haben, also nicht zu knappe Shorts oder T-Shirts, möglichst Hosen ohne Löcher usw.
Und vergesst auf keinen Fall, dass es auch in Afrika kalt werden kann! Nehmt auf jeden Fall genügend warme Pullis und Socken, Handschuhe, Mützen usw. mit.
Es kann sinnvoll sein, nicht seine absoluten Lieblingssachen mitzunehmen. Wir haben zum Beispiel die Erfahrung gemacht, dass weiße Klamotten hier irgendwie auch nach dem Waschen noch grau und staubig aussehen. Außerdem gehen, gerade bei der Arbeit, regelmäßig Dinge kaputt. Und vielleicht habt ihr beim Rückflug auch nicht mehr so viel Platz im Koffer und müsst ein paar Dinge da lassen. Da lohnt es sich, wenn man eh Dinge dabei hat, die man in Deutschland nicht mehr braucht.

Das wäre meine persönliche Packliste, wenn ich nochmal meinen Koffer für einen Freiwilligendienst in Namibia packen müsste (Jungs müssen die natürlich für sich entsprechend anpassen):

  • 2 lange Jeans
  • 1-2 dünne lange Stoffhosen
  • 2 Shorts (mind. eine, die man auch bei der Arbeit tragen könnte)
  • 1-2 Kleider (die auch für die Arbeit geeignet sind, d.h. knielang)
  • 1 Rock
  • 1 Shorts/Radlerhose o.ä., die ich unter Röcke und Kleider anziehen kann
  • Mehrere kurze T-Shirts und Tops
  • 2 lange T-Shirts
  • 2 dünne Pullis
  • 2 dicke Pullis
  • 1 Outfit zum Weggehen, für schickere Anlässe
  • 1x Sportkleidung & -Schuhe (falls ihr Sport macht ;))
  • Bikini oder Badeanzug
  • Unterwäsche für zwei bis drei Wochen
  • 1 langer Schlafanzug
  • 1 kurzer Schlafanzug
  • Mütze, Schal, Handschuhe
  • 1 Sonnenhut (Cap o.ä.)!!!
  • 1 Jacke (bestenfalls auch regendicht)
  • Flip Flops oder bequeme Sandalen (offene Schuhe sind hier im Sommer echt essentiell!!)
  • 2 Paar Sneakers
  • 1 Paar schickere Schuhe

Elektronische Geräte und Unterhaltung

Hier müsst ihr wieder gucken, was ihr gerne macht. Aber ein paar Dinge von dieser Liste, sind vielleicht für jeden ganz nützlich. Bei elektronischen Geräten überlegt euch vorher, ob ihr das Risiko eingehen könnt, dass sie Schaden nehmen oder gestohlen werden. Vielleicht ist es für euch sinnvoll, eine Versicherung abzuschließen. Und vergesst nicht, eure Daten (v.a. Fotos) vor der Abreise auf einer externen Festplatte oder so zu sichern, die ihr dann zuhause lasst.

  • Handy + Kopfhörer
  • Laptop
  • Bluetoothbox (die benutze ich persönlich fast täglich und würde sie nicht missen wollen)
  • Kamera (ganz ehrlich: eine halbwegs ordentliche Kamera lohnt sich sooooo sehr, v.a. wenn ihr auf Reisen seid, aber natürlich auch für Erinnerungen aus dem Alltag)
  • Tagebuch
  • Kartenspiele
  • Ein e-Book-Reader (falls ihr gerne lest und euch mit Büchern in der Landessprache nicht wohlfühlt)
  • DVDs (ihr habt möglicherweise in eurer Einsatzstelle und/oder Wohnung kein Wlan, sodass es sinnvoll sein kann, sich ein paar Filme mitzunehmen)

Für die elektronischen Geräte benötigt ihr zum Laden natürlich einen Adapter. Wenn ihr nicht die ersten Freiwilligen in eurer Einsatzstelle seid, gibt es dort wahrscheinlich schon ein paar. Ansonsten würde ich euch raten, die vor Ort zu besorgen. Hier in Namibia jedenfalls gibt es die in jedem Supermarkt und sie sind viel günstiger als in Deutschland.

Gastgeschenke

Diese Frage stellt sich wohl jeder, der vor einem Auslandsaufenthalt steht: was bringe ich den Menschen in meiner Einsatzstelle mit? Überlegt auch hier wieder, mit wem ihr es zu tun haben werdet. In einem Kindergarten zum Beispiel kämen Bastelsachen, Malbücher, Stifte etc. bestimmt gut an. Haribo sind auch immer eine gute Idee. Ansonsten könnt ihr aber auch einfach euren Ansprechpartner in der Einsatzstelle fragen, ob es etwas Konkretes gibt, das ihr aus Deutschland mitbringen könntet. Wenn ihr in einer Gastfamilie leben werdet, sind auch persönlichere Geschenke wie ein Fotoalbum von eurer Heimat, Familie und Freunden schön.

Kosmetikartikel und Medikamente

Ganz ehrlich: ihr bekommt in Namibia (und bestimmt auch in jedem anderen Land der Welt) alles, was ihr braucht. Vielleicht manchmal zu einem etwas höheren Preis, aber ihr bekommt es. Shampoo, Zahnpasta, Sonnencreme… ihr müsstet eigentlich nichts mitbringen. Aber: wenn ihr bestimmte Vorlieben oder Bedürfnisse habt, deckt euch in Deutschland ruhig mit den Produkten für ein ganzes Jahr ein. In Namibia ist es zum Beispiel schwierig, „Öko-Sachen“, sprich Naturkosmetik usw. zu finden. Colgate, L´Oreal und Nivea bekommt ihr aber problemlos in jedem Supermarkt. Und auch die Apotheken sind gut ausgestattet. Lasst euch dementsprechend nicht verrückt machen von eurer Mama, die euch am liebsten für eine Marsmission ausstatten würde.

Was ich mitnehmen würde:

  • 1x Sonnencreme LSF 50
  • Aftersun oder Aloe Vera Gel
  • 1x Zahncreme, Zahnbürste, Shampoo, Rasierer, Seife (für die ersten Tage, damit ihr nicht sofort einkaufen gehen müsst)
  • Leichtes Schmerzmittel wie Ibuprofen, ein paar Pflaster, Kühlgel gegen Mückenstiche, Halsbonbons (das sind die einzigen „Medikamente“, die ich während des Jahres wirklich benutzt habe)

Sonstiges

  • Fernglas (besonders falls ihr Reisen in Nationalparks plant, nehmt unbedingt (!!!!) ein Fernglas mit)
  • Reiseführer (für Namibia kann ich den „Iwanowski“ sehr empfehlen, ansonsten auch die „lonely planet“ Reiseführer)
  • Wasserflasche (hier ist es im Sommer echt heiß und ihr solltet auf jeden Fall viel trinken. Ne ordentliche Trinkflasche, mind. 1l, ist deshalb ein persönliches Muss für mich)
  • Rucksack (wenn der nicht mehr reinpasst, tut´s auch immer ein Jutebeutel)

Nice to have

Wie der Name schon sagt: die folgenden Dinge sind überhaupt nicht nötig, aber vielleicht nett dabeizuhaben:

  • Föhn, jedenfalls wenn ihr lange Haare habt
  • Schlafsack für Reisen
  • Wanderschuhe

Worüber ihr euch Gedanken machen solltet:

  • Zweithandy: Falls ihr ein super teures Smartphone habt und nicht wollt, dass es euch geklaut wird, könnt ihr euch einfach ein altes Handy mitnehmen, dass ihr dann immer dabeihabt, wenn ihr in der Stadt unterwegs seid.
  • Kreditkarte: Zum Geldabheben und bezahlen ist eine Kreditkarte echt praktisch und hier in Namibia kann man eigentlich überall damit bezahlen. Ich habe eine Kreditkarte von comdirect und bin damit sehr zufrieden.
  • Malariamedikamente: Ich hatte keine Prophylaxe dabei und habe mir vor unserer Reise zu den Victoria Falls auch keine besorgt, d.h. ich habe micIMG_2310h nur mit Mückenspray und langer Kleidung geschützt. Solltet ihr aber eine Reise in Malariagebiet planen und auf Nummer sicher gehen wollen, kann es sinnvoll sein, sich die Prophylaxe aus Deutschland mitzunehmen. Obwohl man sie hier in der Apotheke auch bekommen kann.
  • Impfungen: Zu diesem Thema hat jeder (leider auch jeder Arzt) seine persönliche Meinung, aber man sollte trotzdem rechtzeitig mal drüber nachgedacht haben. Infos dazu bekommt man beim Tropeninstitut, Reisemedizinern oder auf der Website des Auswärtigen Amtes. Einfach mal „Impfung Namibia“ googlen.

Ich hoffe, meine Liste konnte euch weiterhelfen. Fragen könnt ihr mir jederzeit gerne in den Kommentaren oder per instagram DM stellen!

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