Mein FSJ-Platz: der Hort der Waldorfschule Windhoek in Namibia

Ich bin:

Franziska, 19 Jahre, aus Osnabrück und absolviere ein Freiwilliges Jahr im Ausland im Hort der Waldorf School Windhoek.

So wohne ich während meines FSJs:

Zusammen mit den anderen Volunteers haben wir ein kleines Haus auf dem Schulgelände, in dem wir in Zweierzimmern schlafen. Das ist praktisch, denn der Weg zur Arbeit ist logischerweise kurz und ich kann auch in kürzeren Pausen eben nach Hause, was essen, mich ausruhen. Schade ist nur, dass die Schule etwas außerhalb von Windhoek liegt und wir zum Einkaufen deshalb immer ein Auto brauchen.

Meine Arbeitszeiten und Kollegen:

Der Hort, hier die Afternoon Care genannt, hat montags bis freitags von Schulschluss um 13 Uhr bis 17:30 Uhr geöffnet. Meine Mitfreiwillige Johanna und ich beginnen um halb eins mit der Vorbereitung des Mittagessens und bleiben dann, bis der letzte Schüler abgeholt wurde. Die hauptamtliche Pädagogin, mit der wir zusammenarbeiten, kommt meistens kurz nach uns und arbeitet bis fünf Uhr. Am Donnerstag geht sie schon früher, weil sie an der Lehrerkonferenz teilnimmt und freitags, wenn am wenigsten Kinder da sind, arbeiten Johanna und ich alleine.

Mein Arbeitsfeld:

Je nach Wochentag sind in der Afternoon Care zwischen zwölf und 32 Kinder aus den Klassenstufen 1-6. Nach dem Mittagessen, das eine große Lehrküche auf dem Schulgelände für uns kocht, findet der Abwasch statt, den immer einer von uns mit einigen Kindern macht. Danach ist eine freie Spiel- und Ruhezeit und anschließend finden die Hausaufgaben statt, bei denen wir uns Zeit für einzelne Schüler nehmen und dafür sorgen, dass alle in Ruhe arbeiten können. Wer mit den Hausaufgaben fertig ist, darf wieder spielen, malen oder basteln gehen.

Um halb vier kommen dann auch noch ein paar Kinder aus dem Kindergarten, die natürlich noch etwas intensiver betreut werden müssen. Meist spielt einer von uns mit ihnen Memory, Mensch Ärger Dich Nicht oder malt und bastelt mit ihnen. Die größeren Kinder können sich meistens selbst gut beschäftigen und spielen miteinander draußen auf dem Schulhof, auf dem Sportplatz oder im Haus mit Bauklötzen, sie bauen sich aus Kissen und Brettern Dinosaurier-Käfige oder sind anderweitig kreativ.

Wir Betreuer sind dann eigentlich nur dafür da, kleinere Streitigkeiten zu schlichten oder den Gelangweilten etwas zu tun zu geben. Wenn ab halb fünf die Kinder nach und nach abgeholt werden, beginnen Johanna und ich mit dem Aufräumen, waschen die letzten Becher ab, stellen alle Stühle wieder ordentlich hin und sorgen dafür, dass am nächsten Vormittag geputzt werden kann.

Meine Aufgaben in Stichpunkten:

  • Tisch decken, Essen von der Küche abholen, Wasser auffüllen etc.
  • Freitags das Mittagessen kochen
  • Abwasch mit den Kindern erledigen
  • Streitigkeiten klären und die Regeln der Afternoon Care durchsetzen (auf der Matratze wird nicht getobt, alle Kinder tragen draußen einen Hut, beim Mittagessen wird nur Deutsch gesprochen…)
  • Hausaufgabenbetreuung und -hilfe
  • Mit den Kindern spielen, lesen, basteln, evtl. Projekte planen und durchführen
  • Obst verteilen
  • Wenn die Kinder abgeholt sind, aufräumen, abwaschen, die Fenster schließen, Toiletten abschließen usw.
  • für die Afternoon Care einkaufen gehen
  • Einmal in der Woche eine Nachspeise vorbereiten

Das macht mir am meisten Spaß:

Ich beschäftige mich am liebsten mit einem oder zwei Kindern, zum Beispiel mit einem Gesellschaftsspiel oder beim Fußballspielen. Aber auch die Hausaufgaben zu begleiten macht mir viel Spaß.

Zusätzliche Aufgaben:

Einmal in der Woche habe ich in der großen Pause Aufsicht in der Primary School, gemeinsam mit einem Lehrer. Zusätzlich betreue ich ab und zu die jüngeren Klassen in einer Spielstunde oder unterstütze die Handarbeitslehrer in ihren Unterrichten. Außerdem sind wir Volunteers dazu aufgefordert, bei Schulveranstaltungen zu helfen oder kleinere Projekte in den Ferien zu erledigen.

Fazit:

Nach den ersten zwei Wochen kann ich sagen, dass ich mich schon gut in die Arbeit „eingelebt“ habe. Auch wenn ich am Ende des Tages ganz schön erschöpft bin, macht es immer Spaß und es ist toll, Zeit zu haben die Kinder wirklich kennenzulernen. Außerdem bin ich lieber ausgelastet als gelangweilt und das Gefühl, gebraucht zu werden und auch Verantwortung zu übernehmen, lässt mir meine Arbeit sinnvoll erscheinen.

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